Studien zu 5G

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Laut diagnose:funk gibt es bislang sechs Untersuchungen zu Mikrowellenstrahlung im Millimeterwellenbereich (27 GHz und 60 GHz), mit welchen das hochfrequente 5G zukünftig arbeiten soll. Aufgrund der problematischen Resultate fordern einige Forschergruppen einen 5G-Ausbaustopp, bis gesundheitliche Risiken geklärt sind.

Der renommierte Schweizer Wissenschaftler Niels Kuster warnt in einer neueren Arbeit davor, dass bereits nach kurzer Einwirkzeit von Millimeterwellen dauerhafte Gewebeschäden entstehen könnten. Deshalb sei eine erneute Prüfung der Expositionsrichtlinien dringend angeraten.

Bereits in den 70er Jahren warnte eine interne Studie des CIA, in der sowjetische Forschungen ausgewertet wurden, detailliert vor den schädlichen Wirkungen der Millimeterwellen auf den Organismus. Die Experimente wurden bei einem Milliwatt/cm² (61 V/m; ~10 W/m²) durchgeführt. Eine Bestrahlungsstärke die heute dem maximal zulässigen Grenzwert für die Frequenzen ab ~2 GHz entspricht. 

Simulationen an realistischen Insektenmodellen deuten darauf hin, dass Frequenzen von mehr als 6 GHz eine erhöhte Energieabsorption bei Insekten nach sich ziehen.

Agostino Di Ciaula schließt seine Arbeit, in der er die Frage behandelt, ob 5G Gesundheitsprobleme mit sich bringen wird, klar mit einem Ja.

Betzalel et al. haben 2018 Experimente an Freiwilligen durchgeführt, bei denen herauskam, dass die Millimeterwellen der 5G-Frequenzen (5G soll zukünfig u.a. bei 24 bis 28 GHz und zukünftig im Sub-THz-Bereich arbeiten, siehe Grafik) in der Haut über die Spiralstrukturen der Kanäle der Schweißdrüsen in die Haut eindringen, dass die Schweißkanäle ähnlich wie Antennen fungieren. Daher scheint der 5G-Standard für Menschen bedenklicher, als bisher angenommen. Diese Wirkung müsse bei Modellen zu möglichen Schäden durch 5G berücksichtigt werden.

Cindy L. Russell stellt bei ihrer Recherche fest, dass die Millimeterwellen von Pflanzen, Bakterien, Insekten und menschlicher Haut absorbiert werden mit unterschiedlicher Wirkung. Bei Bakterien wird die Antibiotika-Resistenz verändert. Wegen der geringen Eindringtiefe sind beim Menschen Augen und Haut besonders betroffen, denn über 90% der Strahlung wird in den Hautschichten absorbiert. Deshalb erfolgt dort sehr schnelle Erwärmung aufgrund geringer Verteilung. Wird die Strahlung über die Haut aufgenommen, können physiologische Auswirkungen in Nerven, Herz und Immunsystem über neuroendokrine Mechanismen entstehen.