Elektro(hyper)sensibilität

Quelle: diagnose:funk

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bezeichnen sich knapp zwei Prozent der deutschen Bevölkerung als elektrosensibel und die Elektrosensitivität (die Fähigkeit, ein real gegebenes elektrisches, magnetisches oder elektromagnetisches Feld zu spüren) lasse sich oberhalb der sogenannten Schwellenwerte einigen Studien zufolge wissenschaftlich messen. Aufgrund der vielfältigen Symptome und wahrgenommenen Quellen der Krankheit sei es jedoch unmöglich, Elektrosensibilität als wissenschaftliche Größe zu messen.

Bei der „elektromagnetischen Hypersensibilität“ handelt es sich um eine Gesundheitsstörung, die aus Sicht der Betroffenen dann auftritt, wenn sie mit elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feldern unterschiedlichster Frequenzen in Berührung kommen. Betroffene berichten beispielsweise von Kopfschmerzen, Nervosität, Schlafstörungen oder Übelkeit. Quelle: Quarks.de

Der Leitfaden von Dr. med. Wolf Bergmann (Facharzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie) klärt über Elektrosensibilität auf:

Alle Lebensvorgänge, deren Steuerung und die Aufrechterhaltung des Lebens bei Pflanzen, Tieren und Menschen beruhen auf elektromagnetischen Schwingungen und sind an sie gebunden. Jede Zelle und jedes Organ ist somit Sender und Empfänger elektromagnetischer Schwingungen und tritt in Resonanz mit natürlichen wie künstlichen elektromagnetischen Feldern.

Gesundheit ist gleichbedeutend mit ungestörtem Informationsfluss und mit der Fähigkeit, optimale Regulationen bei allen Anforderungen und Belastungen aufrechtzuerhalten (Homöostase). Krankheit bedeutet gestörten Informationsfluss und Verlust der Regulationsfähigkeit zum Erhalt der Homöostase.

Elektrosensibilität ist die – unfreiwillige – „Fähigkeit“, Belastungen des Organismus durch elektromagnetische Felder mittels körperlicher und / oder seelischer subjektiver und objektiver Beschwerden und Störungen wahrzunehmen. Dabei handelt es sich, vergleichbar mit anderen allergischen Reaktionen, um eine überschießende Reaktion des Immunsystems und der Selbstregulation auf elektromagnetischen Stress bzw. um den Ausdruck einer Überlastung des Immunsystems und den Verlust der Homöostase.

Das Phänomen der Elektrosensibilität ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und erforscht und ein weltweit zu beobachtendes Phänomen. Durch die derzeitige rasante Zunahme von elektromagnetischen Feldern v.a. der Hochfrequenz (Mobilfunk) in allen Lebensbereichen bei Tag und Nacht gewinnt dieses Phänomen eine immer dramatischere Bedeutung (…).

„Stetig steigende Belastung macht krank“, sagt auch der Umweltmediziner Dr. Harald Banzhaf in einem Interview zur Elektrohypersensibilität.

‚Elektrohypersensibilität – Risiko für Individuum und Gesellschaft‘ (2018) heißt eine informative Broschüre der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V., mit Beiträgen von Franz Adlkofer, Bernd I. Budzinski, Karl Hecht, Wilfried Kühling, Werner Thiede und weiteren.

Ursachen und Gutachten:

In einem Artikel aus dem Jahr 2016 haben Bernd Budzinski und Prof. Karl Hecht ausführlich zur Elektrohypersensibilität referiert.

Einen Überblick über die Ursachen von Elektrohypersensibilität geben eine Studie von Stein/Udassin (2020) sowie ein Abschlussbericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2009).

Der Medizin- und Umweltphysiker Lebrecht von Klitzing bietet gegen Bezahlung Gutachten an, die eine Elektrosensitivität nachweisen sollen.

Quelle: pixabay.com

Auf der Webseite der Bürgerinitiative 5G freies Köln werden aktuell Fallbeispiele von Menschen, die unter Mobilfunkstrahlung (auch WLAN, DECT Telefonen) leiden, gesammelt.